Feuer und kein Eis

Dieses und jenes aus Island: Viel Feuer, ein Türchen und eigentlich kein Eis. Aber das klang halt gut für den Titel.  

Nicht, dass die Netflix-Produktion “Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga” irgendetwas mit Island zu tun hätte. Auch wenn sie in Island spielt (darum geht es: “Zwei Kleinstadtsänger verfolgen auf dem Eurovision Song Contest ihren Traum vom Ruhm. Viel steht auf dem Spiel, doch Rivalen und Pannen stellen das Duo auf die Probe.” Das ist die Netflix-Beschreibung. Die ist wie immer so schlecht, dass sie genial ist (Notiz an mich: Endlich den Text über Netflix-Zusammenfassungen schreiben).)

Darum geht es wirklich: Es ist ein Märchen, das in Island spielt, ein Pärchen will an den ESC, schafft das auch, viel bekanntes ESC-Personal tritt auf, und dass alle englisch reden, irritiert nicht halb so viel, wie das Personal, das die Hauptfiguren spielt: Will Ferrell, Rachel McAdams, Pierce Brosnan, der damit in meinen Augen leider den ersten brutalen Fehlgriff seiner Karriere getätigt hat, was Rollen angeht).

Hier der Trailer:

Der Film plätschert und ist doof. Aber zwei Szenen sind genial, einerseits: “Es gibt keine Schwulen in Russland.” “Keinen einzigen?” “Nein.” Andererseits der Moment, in dem – eiskalt – ein Messer geflogen kommt und eine Türe geknallt wird. Aber ich will ja nicht spoilern.

Dann ist da noch “Reykjavíks zentrale Omnibus-Station BSÍ”, sehr deprimierend, scheints. Gleichnamig die Band, und die fasst musikalisch zusammen, wie ich mich gerade fühle: Fuck you. Also, nicht so ein ganz schlimmes Fuckyou, mehr so, ach, mir doch egal. Alles. Fast alles. Was nicht heisst, dass das Duo – jetzt bin ich wieder bei der Musik – unerheblich ist, nein, nein, im Gegenteil. Ich höre mir “Manama” von BSÍ ziemlich oft an zurzeit. Passt zur schwülen Hitze und zu den Tomaten, die platzen, weil ich vergesse, sie zu ernten. Fragt mich nicht, wieso das so ist. Ist mehr ein Gefühl. Chillen mit BSÍ. Weil Türchen knallen mag ich grad nicht.

Hier mehr von BSÍ (Tomatenplatten, hihi, ich sags ja).

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.