Tunnel Of Love

Aso, am Mittwoch wird ja mit grossem Brimborium dieser neue Gotthardbasistunnel eröffnet. Was nirgends vermeldet wird: Was hört man auf der Fahrt ins Schwarze? Unsere Songlist:

  1. Tunnel of Love Part One. Dire Straits
  2. Tunnel of Love Part Two. The Boss.
  3. “Sechs Takte vor Schluss treten Basstrommel, Becken und Tamtam erstmals dazu, die Posaunen spielen laute Glissandi und das ganze Orchester übernimmt den Grundrhythmus des Stücks.” So viel von Wikipedia über das Orchesterstück “Boléro”, und das klingt so schön dramatisch und für unsere Zwecke ganz famos, nicht nur, weil der Gotthard eine elende Drama Queen ist: Die Fahrt durch den 57-Kilometer-langen Tunnel dauert 17 Minuten (SRF, dieser wilde Sender, hat es in 57 Sekunden geschafft, hier). Der Boléro dauere genau 17 Minuten, hat sein Schöpfer Ravel gesagt. Die meisten Interpretationen sind kürzer, aber bei der Einfahrt ins Tunnel muss man ja eh noch das Stück suchen, oder? Zum Üben schon mal die Kurz-Flash-Mob-Version aus Kopenhagen. Nina
  4. Fast noch besser: “Spanish Train” von Chris de Burgh. Vor allem für Tunnelphobiker auf Höllentrip eignet sich dieses heitere Stück, in dem Gott und der Teufel um Seelen pokern. Heute spielen the Lord und the Devil scheints immer noch – aber jetzt ist es Schach.

    The Lord and the Devil are now playing chess, The Devil still cheats and wins more souls, And as for the Lord, well, he’s just doing his best …

    Apropos Chris de Burgh, der kommt mir ja wirklich immer mal wieder in den Sinn. Nina

  5. Johnny Cash hat öppen nur Train-Songs geschrieben. Mehr als der Gotthard lang ist. Nina
  6. Gotthard dürfen hier natürlich nicht fehlen. Wir haben ein Herz für alle Rocker. Und die Mutter aller Berge. Dominique
  7. Viv Albertine von der Londoner 70er-Jahre-Punkband The Slits erinnert sich in ihren Memoiren “Clothes, Clothes, Clothes, Music, Music, Music, Boys, Boys, Boys” unter anderem an eine Autofahrt durch den Gotthardtunnel. Ihr Drummer habe damals seinen Ghettoblaster auf dem Schoss gehabt, um just beim Tunneleingang auf “Play” zu drücken. Das Album Space Is the Place” von Sun Ra, schreibt Albertine, sei haargenau so lang wie die Fahrt durch den Tunnel gedauert habe. (“The track ends as we burst out into the light on the other side. Orgasmic.”) Miriam 

    Der Tunnelblick
  8. Soul Asylums “Grave Dancers Union” war 1992 – im Doppel mit “Bigger, Better, Faster, More” von 4 Non Blondes – die allererste CD in meinem Regal. Und “Runaway Train” ewig lange mein leicht missverstandener Lieblings-Hit (“seems äckäschuppi getting somewhere”). Miriam
  9. “Light at the End of the Tunnel” ist doch immer was Schönes, das Hoch nach dem Tief, das Licht nach der Dunkelheit, ja, aber nein, der Song ist nicht ganz mein Ding. Dafür ist sein Schaffer ein grandioser Kopf, der zu allem hinzu quasi um die Ecke wohnt: Jazzlegende Billy Cobham lebt seit Jahren in Schüpfen. Simone
  10. Wir schreiben das Jahr 1994, als Mike Watt (Minute Man) mit ein paar Kumpels Big Train einspielte. In dem ganzen Pearl Jam- und Nirvana-Universum ist das doch fast untergegangen. Natürlich mit Cameo-Auftritten von Eddie Vedder, Dave Grohl und Pat Smears (The Germs). Yes, I wanna ride your big train. Dominique


(Bild: privat)

 

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