Die Kelly Family covert ihr Frühwerk

Nach ein paar Schnäpsen im China-Restaurant haben Rockette Miriam und ein Ghostjengi das neue Kelly-Family-Album besprochen. Ohne es vorher gehört zu haben. Beziehungsweise schon, es ist ja eine einzige Wiederholung des Frühwerks (daran könnten sich übrigens Radiohead ein Beispiel nehmen).

  • Nanana: Wohl kaum im Sinne von Hey Jude. Obwohl, doch, irgendwie schon. Die Kellys haben ihren sad song von 1996 genommen und better gemacht. Zumindest ein bisschen.

  • Fell In Love With An Alien: Im Ernst? Nanananach einer von früher? Wobei, Angelos Schlagzeugsound gefiel uns schon damals gut (an den Bäsetanzparties).
  • An Angel feat. Emma Kelly: Dass die neuen Versionen der alten Hits möglichst genau gleich klingen sollen wie früher, ist offenbar vertraglich festgelegt. Deshalb singt Emma Kelly den Part, den einst ihr Vater Angelo sang.
  • Stand By Me: Diese Nummer hat John Lennon (Sekunde 33: The moon is the only lying pussy??) auch schon mal schlecht gecovert.
  • First Time: that’s noch weh.
  • Good Neighbour: Auch das ein Song, den wir kennen. Geschrieben wurde er 1990, als die Kellys vermutlich schon auf ihrem Hausboot lebten und sich die Nachbarschaft täglich aufs Neue aussuchen konnten. Oder auch nicht. Der Track ist eine Ode an all die Verflossenen.
  • Brothers and Sisters: Eine neue Nummer, wies scheint. Das Thema dagegen: ein Kelly-Klassiker.
  • Why Why Why: ja, why?
  • I Can’t Help Myself: Oh mann, das war der schönste Kelly-Song ever. Dafür lohnt es sich, das Comeback-Album zu kaufen.
  • Imagine: Livin’ life in peace! Gegen den Gedanken gibts nichts. Übrigens: Es heisst zu Beginn nicht Imagine I was a whore, sondern Imagine i was a wormIn den 90ern ein Horrorsong, heute ein Horrorsong.
  • Come Back To Me: Alte Zeiten, kommt zurück zu mir. Alte Songs, macht uns nochmal so erfolgreich wie damals. Wir werden diesmal auch sicher wirtschaftlicher mit dem Reichtum umgehen.
  • Keep On Singing: Logische Konsequenz des vorangegangenen Titels.
  • We Got Love: Wir haben auch “Love” – von Züri West!
  • Who’ll Come With Me feat. Papa Kelly: Aus Anciennitätsgründen spricht wohl nichts gegen diese Mucke.

THE KELLY FAMILY:WE GOT LOVE“, out (Universal Music)

LIVE: 11.03.2018, Hallenstadion Zürich

(Bild: Facebook)

 

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