Live at X, heute: ISC, Bern

Die Coronakrise hat auch die Betreiber*innen von Konzertlokalen hart getroffen. Seit dem 13. März und auf nicht absehbare Zeit können keine Konzerte veranstaltet werden, auf jeden Fall keine mit Publikum im Saal. Wie geht es den Lokalen, wie gehen sie mit der Krise um? Unser Gastautor Kurt Werren hat herumgefragt. Der elfte und letzte Teil: ISC, Bern. Die Antworten kommen von Jacqueline Brügger, Präsidentin des ISC-Clubs.

Wer ist das ISC? Wofür steht das ISC? Welche Musik programmiert ihr?

Das ISC ist ein nicht-gewinnorientierter, nicht-subventionierter Verein mit rund 70 Mitarbeiter*innen. Wir dürfen dieses Jahr unser 50-jähriges Bestehen feiern. Was als Studentenclub der Universität Bern begann, entwickelte sich zu einem Konzerthaus und Tanzboden, der in in Bern aufs Programm gehört und weit in die Schweiz hinaus strahlt. Unser Programm würde ich als vielseitig, abwechslungsreich und genre-unabhängig bezeichnen.

Wie wirkt sich die Coronakrise auf das ISC aus? Wie geht ihr damit um? 

Die Coronakrise trifft uns – wie wohl sämtliche Ausgehlokale – hart. Wir waren die ersten, die schliessen mussten und werden die letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Jedoch versuchen wir, das Beste aus der Situation zu machen. Wir bleiben optimistisch, kreativ und versuchen, nicht komplett still zu stehen und weiter zu planen und beispielsweise Arbeiten zu erledigen, die liegen geblieben sind.

Wie plant das ISC den Neustart? 

Wir hätten unser 50-jähriges Jubiläumsfest im September geplant. Wir hoffen, dass wir hier in reduzierter Form veranstalten können. Ansonsten hoffen wir auf die Herbst- und Wintersaison mit ganz viel Livemusik.

Wie kann man das ISC unterstützen, aktuell und überhaupt? 

Man kann uns via GoOnLocals oder Petzi mit einer kleinen Spende unterstützen oder unsere Memberkarte bestellen. Diese kostet 20 Franken und man kriegt im Gegenzug ein Jahr lang 5 Franken Rabatt auf sämtliche Party- und Konzerttickets. Und dann natürlich ein Besuch bei uns, sobald wir wieder öffnen dürfen.

Und hier noch zwei von unvergessliche ISC-Momente:

Rock’n’Roll ehr Wichser! Ein paar Ausschnitte vom ausverkauften Konzert im ISC Bern am 16.2.2017. In gewohnt mieser Ton- und Bildqualität. Erreicht wird dieser kunstvolle Effekt übrigens, indem man mit teuerstem HD-Equipment filmt und das Filmmaterial dann durch den von Knöppel entwickelten „Wichser-Effekt“ jagt. Das Resultat nennt man dann “authentisch”. (Video-Legende auf Youtube)

 

GUESTLIST: Kurt Werren lebt in Bern, der Libanon ist seine zweite Heimat. Er hat hat ein Flair für fruchtbare Begegnungen und ein Näschen für spannende Frauen und Männer sowie gute Musik. Er betreibt den englischsprachigen Blog The Open Enso und mit seiner Frau May die Künstleragentur Putzi Productions. Hier gehts zu den anderen Teilen der Serie.

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