Live at X, heute: KIFF, Aarau

Die Coronakrise hat auch die Betreiber*innen von Konzertlokalen hart getroffen. Seit dem 13. März und auf nicht absehbare Zeit können keine Konzerte veranstaltet werden, auf jeden Fall keine mit Publikum im Saal. Wie geht es den Lokalen, wie gehen sie mit der Krise um? Unser Gastautor Kurt Werren hat herumgefragt. Teil 2: KIFF, Aarau. Die Antworten kommen von Raphael Schemel, Programm- und Produktionsleiter im KIFF.

Wer ist das KIFF? Wofür steht ihr? Welche Musik programmiert ihr?

Das KIFF ist ein Verein mit einem neunköpfigen Vorstand, 15 Festangestellten, rund 40 Angestellten im Stundenlohn und ca. 150 freiwillige Mitarbeiter*innen, den sogenannten Aktivist*innen. Die Aktivist*innen sind das Herzstück des KIFFs. Ohne sie könnten wir die rund 200 Konzerte und Partys pro Jahr nicht stemmen. Der Name KIFF steht für Kultur in der Futterfabrik, was denn sonst? Das KIFF ist ein Begegnungsort und steht für Toleranz, Leidenschaft und ein vielfältiges nationales und internationales Programm.

Wie wirkt sich die Coronakrise auf das KIFF aus? Wie geht ihr damit um?

Wie alle Kulturbetriebe trifft es uns ziemlich hart. Wir haben am 13. März die Türen des KIFFs geschlossen. Es schmerzt uns sehr, bis auf weiteres keine Veranstaltungen durchführen zu können.

Wie plant das KIFF den Neustart?

Das Programm für Herbst/Winter steht mehr oder weniger. Das heisst, wir sind in den Startlöchern für die Saison 20/21 und jederzeit bereit loszulegen, wenn die Krise überwunden ist.

Wie kann man das KIFF unterstützen, aktuell und überhaupt?

Man kann zum Beispiel auf die Zurückerstattung von bereits gekauften Tickets verzichten. Was uns aber noch mehr freuen würde ist, wenn die Leute vielleicht einmal mehr an ein Konzert oder eine Party kommen, sobald wir die Tore des KIFFs wieder öffnen. Eine schöne Aktion ist auch der Community Fund auf petzi.ch. Hier kann man das KIFF und viele andere Non-Profit-Musikclubs und Festivals mit einem Beitrag unterstützen.

Und zuletzt: Gibt es Musik “live im KIFF”, die du gerne vorstellen möchtest?

Ein Livevideo einer Band haben wir leider nicht. Aber unseren Imagefilm. Darin sind auch Live-Aufnahmen zu sehen, neben viel KIFF-Spirit.

 

AUCH LUST? Liebe Konzertlokal-Betreiber*innen, ihr möchtet Teil dieser Serie sein?
Dann meldet euch bei kurt@putziproductions.com

 

GUESTLIST: Kurt Werren lebt in Bern, der Libanon ist seine zweite Heimat. Er hat hat ein Flair für fruchtbare Begegnungen und ein Näschen für spannende Frauen und Männer sowie gute Musik. Er betreibt den englischsprachigen Blog The Open Enso und mit seiner Frau May die Künstleragentur Putzi Productions. Hier gehts zu den anderen Teilen der Serie.

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.