Mein erstes Mal. In GIFs.

Für die einen ist es schön und aufregend, andere finden es überhaupt nicht toll, und einige wollen das vielleicht sogar NIE MEHR erleben. Genau: Es geht um Livestream-Konzerte!

Corona ist scheisse, das müssen wir nicht mehr erörtern. Es bringt aber auch neue Möglichkeiten. Zum Beispiel eben Live-Übertragungen im Internet. Obwohl: Neu ist diese Möglichkeit nicht. Aber es benötigte doch tatsächlich eine Pandemie, damit die Mainstream-Massen von der Instagram-Livefunktion Gebrauch machen. Ob dies was Gutes ist, sei dahingestellt.

Alle Bühnenkonzerte sind abgesagt – was natürlich richtig und wichtig ist. Trotzdem schmerzt das Herz schon sehr fest. Es blutet vielleicht auch ein bisschen. Hach, man hätte die normalen Zeiten doch viel mehr wertschätzen sollen: an physischen Konzerten konnte man sich noch real knuddeln, miteinander anstossen, plaudern. Aber was meckere ich so rum, die Künstler*innen triffts viel härter, denen fehlt nun das Einkommen und das Freibier. Darum ist es in diesen Zeiten umso wichtiger, dass wir Fans uns mit Merch eindecken und unsere Lieblingsbands unterstützen. Denn so kommt auch was zurück: Die Band spielt gratis auf Facebook, die Fans kaufen dafür Merchandise, umständehalber gerne mit einer Spende obendrein.

Jetzt kommts: Ich bin auch ein Livestream-Rookie (Achtung: Rookie, nicht Wookiee). Letzthin schaute ich das erste Mal EVER eine Liveübertragung auf Facebook, und zwar von der deutschen Psychedelic/Stoner-Rockband Kadavar.

Kadavar hab ich nun schon einige Male live gesehen (also richtig live, so wie das früher normal war) und konnte sie einmal fast interviewen – leider wurde ihr Flug kurzfristig gecancelt und ja, mein Interview auch.

Nun denn. Ich nahm mir fest vor, um 20:30 Uhr vor meinem Laptop zu sitzen und mir das mal anzuschauen. Ich muss zugeben, etwas skeptisch war ich schon. Ist doch nicht vergleichbar mit einem richtigen Konzert.

Tagelang hatte ich diese Uhrzeit im Hinterkopf. Doch es kam, wie es kommen musste: Ich habe die erste Hälfte verpasst.

Immerhin konnte ich die zweite Hälfte noch sehen, also startete ich meinen Laptop und konnte grad noch einer meiner Lieblingslieder der Band hören: „Die Baby Die„.

Der Song war fertig, Lupus, Dragon und Tiger (so heissen die Bandmitglieder) standen mit diesem „Yeah, das war geil“-Blick im Raum und würden sich jetzt normalerweise in den Zurufen der Fans suhlen. Auch ich wollte jubeln und klatschen. Doch da war so ein ganz komischer Moment … Ich fühlte mich noch nie so überfordert vor dem Laptop: WAS MACH ICH JETZT!?

Ich habe nicht geklatscht und gejubelt. Ich hätte es machen können. Aber ich wollte nicht. Das fand ich dann doch etwas gar kurlig. Und auch die drei Deutschen waren – so dünkte es mich – ein wenig so:

Und so war es JE-DES-MAL zwischen den Liedern. Tatsächlich haben über 10’000 Leute das Konzert live miterlebt, da wäre man sich in einer Halle freudigen Jubel gewöhnt. Aber jetzt sah ich auf dem Bildschirm nur Dutzende von Daumen-Hoch- und Herzli-Emojis, die umherschwebten. Das war schon sehr ernüchternd.

Immerhin: Das Livekonzert gab mir andere Einblicke. Der Drummer Tiger zum Beispiel. Dass der zwar lange Haare und eine immer grösser werdende Glatze hat, das weiss man. Aber Gopf! Von Nahem sieht das ja NOCH beschissener aus! Sein silbriges Shirt hingegen lenkte von der schrecklichen Frisur ab.

Ganze eineinhalb Stunden haben sie gespielt. Mein Fazit: Es war cool. Dennoch möchte ich mich nicht daran gewöhnen müssen. Diese schräge Stimmung zwischen den Songs ist einfach nichts für mich. Trotzdem werde ich demnächst vielleicht das Facebook-Livekonzert von Royal Republic gucken.

Das ganze Kadavar-Konzert könnt ihr hier nachschauen.

Übrigens, falls das noch nicht angekommen ist: JETZT ist der Zeitpunkt, um Merchandise aller Art von deiner Lieblingsband zu kaufen! TUT ES!

PS: Bei meiner GIF-Suche bin ich auf dieses hier gestossen und das möchte ich euch nicht vorenthalten:

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