TRANSHELVETICA: The Wild One

Schlüssel – also Keys – ist das Thema der aktuellen Transhelvetica. In unserem Beitrag gehts um Gigi Wild, den coolsten Keyboarder der Schweiz. 

Meist sind es keine grossen Stars. Keine besonderen Rampensäue. Und doch braucht es sie. Sie bilden das Rückgrat einer Band und tragen zum Volumen des Sounds bei. Die Keyboarder. „Ich wollte schon immer Klavier spielen. Mich faszinieren die Harmonien, die sich mit diesem Instrument kreieren lassen. Und es war mir immer bewusst, dass man als Keyboarder eher keine grosse Solokarriere macht“, sagt Christian Wild. Er ist der live Keyboarder von Pegasus und Eliane und hat als sogenannter Session-Musiker schon mit Bryan Adams, Hillbilly Moon Explosion oder Dabu Fantastic gespielt.

Christian Wild mit seinen Tasten.

„Mir gefällt das Kollektive am Musizieren. Damit es als grosses Ganzes funktioniert, muss jeder seinen Teil beitragen und alle sind letztlich gleichwertig“, sagt Wild, den alle Gigi nennen. Auch den Moment nach dem Konzert mag er. Wenn man alles gegeben hat, erschöpft aber euphorisiert von der Bühne kommt und zusammen ein Bier trinkt.

Als Rockstar würde er sich aber nie bezeichnen. Dem stimmen andere nur bedingt zu: „Für einen Rockstar hat er zwar das falsche Instrument. Dafür müsste er Leadsänger sein oder Gitarrist“, sagt einer seiner Freunde. „Geht es aber um die Attitude, dann ist Gigi Rock ’n‘ Roll pur.“

Rock ’n‘ Roll hin oder her: Christian Wild hat es nie bereut, die Jazzschule auf Klavier gemacht zu haben und sich diesen Tasten beruflich verschrieben zu haben. „Nur wenn ich meine schweren Keyboards durch halb Zürich schleppe, denke ich oft, hätte ich doch Piccolo Flöte gelernt!“ 

Ausgehtipps von Christian Wild

Christian Wild wohnt an der Langstrasse in Zürich. Dieses Quartier verlässt er nur, wenn er muss. Deshalb kennt er sich dort aus. 

Neben dem Kino gibt es im Xenix eine Bar mit einem sehr schönen Kiesplatz unter Bäumen. Direkt an der Langstrasse aber trotzdem ruhig. Im Sommer trifft sich Wild dort gern mit Freunden zu einem Glas Weisswein und schaut den anderen beim Boule spielen zu.

„Es heisst ja oft, Zürich sei teuer und die Zürcher unfreundlich“, sagt Wild. Dem strafe das Restaurant Celia direkt gegenüber vom Xenix Lügen. „Dort kriegt man leckere aber günstige Pasta und Pizza. Und die Bedienung ist ausnehmend herzlich.“

Nach einem Konzert geht Wild gern in der Rothaus Bar. Im ehemaligen Hotel „treffen sich spannende Leute auf ein Bier, zum Philosophieren, Töggelen oder steil Gehen.“

(Bild: Ueli Frey)

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