Zwei Jacobs machen einen Frühling

Auf der Suche nach dem perfekten Frühlingsalbum? Hier ist es. Und dazu noch der Beweis, dass singende Schauspielerinnen nicht zwingend das Bedürfnis nach Alkohol steigern müssen.  Irène Jacob (“Trois couleurs: Rouge”, “Au revoir les enfants”) zeigt mit Bruder Francis, wie Frühling geht – manchmal lässig jazzig (Francis kommt vom Jazz her, und rappt auch mal ins poetisch zärtliche Sinnieren von Irène), dann wieder fröhlich und lustig. Diese Frau, ah! “Francis compose, il joue, il rythme. Quant à moi, je chante en français autant que je dis dis et raconte”, sagt sie im Interview. Da könnt ich ewig zuhören, ewig! Also, das hab ich ja auch getan, irgendwie. Voilà eine Interpretation meinerseits (also banaler: Was mir halt grad so in den Sinn kommt, wenn ich mir dieses grossartige Album einlege, man hört auch mit dem Herzen gut, n’est-ce pas?) von diesen 11 chansons pour célébrer l’arrivée du printemps (Mein Französischlehrer, Monsieur Schir, hätte schampar Freude an mir grad).

  1. “EN BAS DE CHEZ MOI” oder: Die Mätzchen der Schneeglöggli im noch kalten Märzenwind
  2. “LA CIGALE” oder: So tanzt man in den Sommer hinein.
  3. “PICADOR” oder: Flirten auf Französisch (Artischockenherz!)
  4. “DELPHINE À LA PLAGE” oder: Picknick am Strand
  5. “DARWIN” oder: Fickt euch, Pollen
  6. “CACHE-CACHE” oder: Langes Betrachten einer Blumenwiese
  7. “EN JAPONAIS” oder: Diskussion über dem Spargelznacht
  8. “LA RIVIÈRE OU LA MÉMOIRE” oder: Nervöse Frühlingsgefühle
  9. “MON BOCAL” oder: Haben wir noch Confiture vom letzten Sommer?
  10. “POISSON GRIS” oder: Blueschtfahrt
  11. “TON REGARD ET LA MER” oder: Endlich ist wieder Lederjackenzeit

IRÈNE JACOB: “EN BAS DE CHEZ MOI”, Out (Naive Jazz)

(Bild: Facebook)

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