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30.11.2025

Kulturbeute der Woche #4

Das Buch lag lange bei mir herum, gekauft hatte ich es im Bookshop in Margate (darüber berichte ich im aktuellen Globetrotter-Magazin, das kann man übrigens sehr, sehr günstig abonnieren). "Raising Hare" von Chloe Dalton erwärmte mein Herz im Novembernebel. Aus zwei Gründen: Ich liebe Hasen, schon immer. Das Titelbild hat mich angesprochen. Und: Die Geschichte erinnerte mich an "H for Hawk"*, obwohl es etwas ganz anderes ist.  

Hier findet eine Frau, die während der Pandemie auf dem (englischen) Land wohnt, einen Hasen. Und zieht ihn auf. Against the odds, sozusagen, anscheinend ist es sehr schwer, Hasen grosszuziehen. Domestizieren kann man sie nicht. Und doch tut Chloe Dalton das. Der Hase (weiblich, wie sich irgendwann herausstellt) bekommt keinen Namen, es ist nur immer von the hare die Rede. 

*Gerade dieses Wochenende haben Miriam und ich diskutiert: Wann, wann! kommt dieser Film endlich in hiesige Kinos? Ich kann es kaum erwarten. 

*

Ein Fernsehsender, der eine "Promi-Galerie" hat, ist entweder ein wahnsinnig lustiger Fernsehsender oder eben das Gegenteil. Ich glaube, bei TELE-D ist es ersteres. Ich habe den Sender aus dem Thurgau, bei dem anscheinend alle gratis arbeiten, zufällig entdeckt. Weil Ralph Schelling Gast war, der Koch (und immer noch ist, die Programme werden ja wiederholt). Ich habe mir vorgenommen, statt von Quiz zu Quiz zu zappen, mal bei Tele Diessenhofen reinzuschauen, noch nicht gemacht, aber bald. Ralph Schelling, und jetzt kann ich den Bogen spannen, hat ein super Kochbuch veröffentlicht. Ich finde: Das schönste und beste dieses Jahr! Ich koche ständig was draus. Zum Beispiel Birnen. Und ich koche sonst nie Birnen. Ralph kenne ich seit Jahren ‒ via Instagram und Whatsapp. Wir haben es einfach noch nie geschafft, uns zu treffen. Obwohl wir den gleichen Lieblingskäser haben. 

*

Sozialtechnisch nicht das Gescheiteste, aber was soll ich sagen: Eine meine Lieblingsbeschäftigungen ist es ja, alleine irgendwohin zu reisen und dort ein bisschen allein zu sein. Diesen Herbst weilte ich unter anderem im Val Müstair und hatte spontan die Idee, im Kloster zu übernachten. Es gefiel mir nicht. Diese Der-Name-der-Rose-Vibes und das Kreuz über dem Bett und die Muttermaria, die mich die ganze Nacht von der gegenüberliegenden Wand anstarrte (ich weiss es, ich lag viele Stunden wach) ‒ bei all dem war mir einfach nicht wohl. Beim Rest schon. Das historische Hotel Chalavaina (wo ich am Morgen, auf der Flucht vor dem Zmorge im Kloster, zwei Stunden lang Gipfeli gegessen habe), die Pizzoccheri, der Klosterladen (das schon). Und die Chascharia, die Käserei, wegen ihr war ich ja da (bei dieser Gelegenheit, hüstel, hüstel, im Herbst '26 erscheint ein neues Buch von mir). 

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Und hier gleich noch einmal Eigenwerbung, und zwar, weil ich glaube, die aktuellste ist eine besten Klappentextleser-Performances der ganzen Chick-Chat-Podcast-Geschichte. Folge #70 war ausserdem eine mit mehreren Déjà-Vus: Unser Curdin Vincenz hat klappentextgelesen, wir sumpften wieder mal in irgendwelchen Wattmeeren herum (fragt Miriam wo, ich komme da nicht so gut draus), und in einer Geschichte wurden 20 Geschichten untergebracht. Es war anstrengend zu lesen, aber sehr lustig zum Drüberreden. Nina

 

 

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